Eigenleistung

Wer handwerklich geschickt ist, kann durch Eigenleistung sparen. Bei Aus- und Mitbauhäusern kann der Bauherr bzw. die Baufamilie mit der eigenen „Muskelhypothek“ mitarbeiten. Welche Arbeiten in Eigenregie übernommen werden, sollte vor dem Hauskauf abgestimmt und vertraglich festgeschrieben werden.

 

Was der Bauherr bei den Eigenleistungen beachten muss!

Unter Eigenleistung verstehen sich sämtliche Arbeitsleistungen des Bauherren selbst, aber auch durch seine Angehörigen, Nachbarn, Arbeitskollegen oder Bekannte (Nachbarschaftshilfe) zum Zweck der Kosteneinsparung.

Diese Leistungen können in bestimmten Fällen von Kreditgebern als Teil der Finanzierung bzw. als Eigenkapitalanteil angerechnet werden. Die „Muskelhypothek“, ein Schlagwort aus den 1970er Jahren, ist immer noch eine effektive, aber auch anstrengende Möglichkeit, die Baukosten nach unten zu drücken. Ausschlaggebend für sinnvolle Eigenleistungen sind handwerkliches Geschick, ausreichend Zeit, Wahl der Baukonstruktion, Verfügbarkeit der Baumaschinen und Werkzeuge, Anzahl der Helfer. Nach Klärung dieser Rahmenbedingungen muss geprüft werden, wo das größte Einsparpotential liegt.

Vor allem bei den Ausbaugewerken kann der Bauherr je nach handwerklichem Geschick viel selbst machen und dabei Geld sparen. Aber: Wer sich hier überschätzt, zahlt in aller Regel drauf.

Der Einbau von Türen ist von einem durchschnittlich begabten Heimwerker durchaus zu bewerkstelligen. Damit das reibungslos klappt, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein: Breite und Höhe der Türen müssen ein Normmaß haben, als Türrahmen sind Umfassungszargen zu wählen.

Das Verlegen der Bodenbeläge ist einer der letzten Arbeitsgänge im Bauablauf und muss sehr exakt ausgeführt werden. Mit entsprechendem handwerklichen Geschick ist das aber durchaus auch von einem Laien zu schaffen – und damit viel Geld zu sparen.

Malerarbeiten sind die wohl beliebtesten und häufigsten Eigenleistungen. Gut geeignet sind Innenputze, die mit Silikatfarben (lassen sich beliebig oft überstreichen) gestrichen werden können. Im übrigen gilt: Nicht jede Billigfarbe ist für jeden Untergrund geeignet, und mit qualitativ hochwertigen Farben malt es sich in der Regel einfacher.